Mein Start bei Substack
Bloom Baby Bloom
Schon häufiger habe ich in den Notes gelesen, dass vor allem die technischen Aspekte den Start auf Substack erschwert haben. Oder auch das Finden von deutschsprachigen Autoren und die dadurch zunächst fehlende Community. Generell gibt es viele Gründe, warum der Anfang herausfordernd sein kann.
Und ich denke, dass es für jeden etwas anderes ist. Vielleicht die Schwierigkeit, am Anfang nicht gesehen zu werden. Die Frage, über welche Themen man am liebsten schreiben möchte. Der Umgang mit anderen Autoren. Der Mut, einfach auszusprechen, was man denkt. Oder auch die Angst davor, nicht gut genug zu sein. Es gibt sicher unzählige Gründe.
Meine persönliche Herausforderung sollte zu etwas Schönem führen. Noch bevor ich überhaupt in die technischen Fragen oder die Community eintauchen konnte, befasste ich mich mit etwas vermeintlich Oberflächlichem. Ich wusste da noch gar nicht, welche Tragweite das haben würde. Naja, irgendwie wusste ich es ja schon, denn ich machte mir schließlich viele Gedanken darüber: Die Namensgebung
Ich wollte nicht meinen richtigen Namen verwenden. Einfach aus Gründen der Anonymität. Denn mein richtiger Name ist mit zu viel Professionalität verbunden, da passen weder meine Meinung noch mein unverblümter Schreibstil besonders gut rein.
Also dachte ich über potentielle Namen nach. Vor- und Zuname? Oder doch nur ein anderer Nachname? Ein Name, den ich persönlich kenne oder irgendein Name, der halt einfach nicht meiner ist.
Der Vorname ging schnell. Ich entschied mich einfach mal für Lea, da ich den Namen schon immer ganz schön fand.
Und der Nachname? Sollte es überhaupt ein existierender Name sein, oder soll ich mir irgendwas ausdenken? Dabei kam mir eine absolut wilde Mischung aus den Namen meiner Nichte und meines Neffen in den Sinn. Das fühlte sich eher nicht so stimmig an. Also dann doch ein Name, der tatsächlich existiert.
Es wurde Bloom. Gleich aus mehreren Gründen. Zu aller erst mag ich sanfte Buchstaben. Weiche und geschwungene Linien. Da geht mir das Herz auf. Das ist übrigens ein Grund, warum ich meinen tatsächlichen Nachnamen nicht so schön finde. Also rein optisch. Die Buchstaben sind zu kantig, und das mag ich nicht so. Daher ist meine Unterschrift auch absolut nicht lesbar. Paar geschwungene Kringel, die nur ganz entfernt was mit meinem Namen zu tun haben, und fertig.
Damit stand mein Name also fest: Lea Bloom
Okay, klingt richtig.
Ich richtete mir eine E-Mail-Adresse ein, eröffnete mein Substack Konto und war zufrieden. Zumindest so lange, bis ich meinen ersten persönlichen Kontakt hatte. Eine andere Nutzerin nannte mich Lea, und das war einfach maximal komisch für mich. Ich dachte noch recht lange darüber nach und merkte, dass ich das einfach nicht bin. Wie soll ich mich denn auch mit einem Namen identifizieren, der überhaupt nicht meiner ist?!
Also änderte ich ihn zu meinem echten Namen. Emma Bloom
Ahhh. Schon viel besser!
Wobei…Bloom ist doch auch nicht mein richtiger Name. Wie kann ich mich dann damit identifizieren? Naja zunächst einmal, habe ich mich noch nie mit meinem Nachnamen verbunden gefühlt. Ich konnte auch die Frauen nie verstehen, die ihren Nachnamen bei der Hochzeit unbedingt behalten wollten, manchmal sogar, obwohl der Name des Mannes doch so viel schöner war. Für sie ist der Nachname ein Teil ihrer Identität. Und das ist okay. Meiner ist es aber nicht. Zumindest nicht mein richtiger Name. Bei meinem Substack-Ich ist das ganz anders. Ich liebe meinen falschen Nachnamen.
Als ich den Namen das erste Mal gehört habe, war ich schockverliebt. Das muss vor über 20 Jahren gewesen sein. Da lag ich im Wohnzimmer und schaute Winx Club (falls ihr die Serie nicht kennt: Hört euch einfach mal das (deutsche!) Intro an – ein absoluter Banger.) Jedenfalls: Eine der Feen hieß Bloom und auch wenn sie nicht mein liebster Charakter war, hatte sie doch den aller schönsten Namen. Er hat einfach einen so schönen Klang. Die gesamte Ästhetik des Namens macht mich einfach glücklich. Also ist mir nicht nur die Optik der Buchstaben wichtig, sondern auch der Klang des Wortes. Aha. Wusste ich gar nicht. Wieder was über mich gelernt.
Außerdem liebe ich Blumen. Wieso also nicht auch so heißen? Natürlich wollte ich auch einen Namen wählen, der simpel genug für Deutsche ist, aber auch international funktionieren würde.
Bloom schien einfach perfekt zu passen.
Und seither kam kein einziger Zweifel auf. Im Gegenteil. Es kamen immer neue Gründe hinzu, warum er so gut zu mir passt und ich könnte nicht glücklicher darüber sein.
Ach ja. Bei meiner Pinterest Suche nach einem hübschen Newsletter Bild stolperte ich über diese wunderschöne Wortbedeutung:
Natalie Müller fragte mich vor einer Weile mal, ob mein Name von meiner unverblümten Art zu schreiben käme. Ursprünglich zwar nicht, aber den Gedanken machte ich mir direkt mal zu eigen. Danke, hihi.
In letzter Zeit flogen mir übrigens auch eine Menge Blumenbilder in den Feed. Viele mit der Note Bloomscrolling. Wie süß ist das denn bitte? Und auch das habe ich direkt in meinen Sprachgebrauch aufgenommen.
All diese Gründe, und vermutlich noch viele mehr, die mir im Augenblick nicht einfallen, haben dazu beigetragen, dass ich mich in meinen Namen verliebt habe und ihn vermutlich auch niemals ändern werde. (Nagelt mich aber nicht drauf fest, meine Vorhaben sind oft sehr wechselhaft…bin ganz klar MG im Human Design).
Mein Profilbild zeigt mich vor wunderschönen rosa Kirschblüten. Intuitiv fühlte sich das Bild richtig an. Mein Substack Design hat ein sanftes grün als Hintergrund- und ein kräftiges altrosa als Buttonfarbe. Intuitiv fühlte sich das richtig an. Mein Name ist Bloom und könnte kaum stimmiger sein. Denn auch er fühlte sich ganz intuitiv richtig an.
Miriam Lochner würde sagen, dass das an meinem Archetyp der Liebenden liegt. Und damit hätte sie auch vermutlich recht. Als ich diese Dinge jedoch entschied, hatte ich keine Ahnung, was Archetypen sind, geschwiege denn, welcher ich sein könnte oder was dazu passen würde.
Ich liebe Dinge, die mir ein angenehmes Gefühl geben. Und ganz intuitiv passt diese Ästhetik unbeschreiblich gut zu mir. Es erfreut mich einfach. Und mein Name gehört glücklicherweise auch dazu.
Love,
Emma
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Emma Bloom finde ich einen schönen Namen. Ich hatte mich schon mal gefragt, ob Bloom dein echter Name ist?!
Ich muss immer an Orlando Bloom denken (Legolas) 😊
Es war auch mein erster Gedanke, als ich mich hier angemeldet hatte: wie will ich genannt werden?
Da mir meine Nachname nicht so gefällt und ich etwas Anonymität wollte, habe ich ihn weggelassen. Lisa heiße ich wirklich, Emilie ist mein Zweiter Vorname, den aber nicht alle auch kennen.
Emma Bloom ist wirklich ein schöner Name. Hat mich witzigerweise sofort an Bloom aus Winx erinnert. 🙂